| Veranstaltung: | BUNDjugend BJV 2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 6 Anträge |
| Antragsteller*in: | Marvin Best und Ria Noszkovics (Bundesvorstand) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 27.04.2026, 07:50 |
A4: BUNDjugend zurück in die Zukunft: ein Blick zurück für Schritte nach vorn!
Antragstext
Die Bundesjugendversammlung möge beschließen, den Arbeitskreis „Umweltgeschichte“ einzurichten.
Der Zweck des Arbeitskreises ist das Beleuchten der historischen Entwicklung des Umwelt- und Naturschutzes sowie deren Lehren für die heutige politische Praxis und den Naturschutz von Morgen.
Dabei soll er insbesondere:
(prä-)historische Entwicklungen, Kontinuitäten und Brüche im Umwelt- und Naturschutz betrachten;
eine kritische Beschäftigung mit der Rolle von Umwelt- und Naturschutz in undemokratischen Kontexten – insbesondere im Nationalsozialismus – leisten;
sowie Umweltfragen von Inklusivität und Intersektionalität in ihrer historischen Entwicklung beleuchten.
Ziel des Arbeitskreises ist dabei einen Beitrag zur eigenen kritischen Selbstreflexion der Umweltbewegung zu leisten, Diskurse gezielt mit einer historischen Brille zu bereichern sowie daraus Impulse für die Umwelt- und Naturschutz(politische) Arbeit abzuleiten.
Begründung
Die Umweltbewegung insgesamt, aber insbesondere die Deutsche, hat eine lange Tradition, die aus verschiedenen Ursprüngen und Motivationen entstanden ist. Während der Umweltschutz seit den 80ern eher im linksgrünen Millieu verortet wird, lassen sich viele Wurzeln eigentlich im konservativen Spektrum finden: Ganz im eigentlichen Sinne des Wortes „konservieren“ aka. „erhalten“ (der Schöpfung). Diese Milieuübergreifende Verbindungswirkung hat auch ihre Schattenseiten, während sich „für die Natur“ also eine diverse Menge an Menschen mobilisieren lässt, werden Ziele dieser Art auch von rechten/rechtsextremen Ideologien aufgegriffen. Dies zeigt sich besonderes dann problematisch, wenn Naturschutz und demokratische Werte nicht mehr einhergehen. Gerade für die BUNDjugend müsste dieses Thema eine viel größere Rolle einnehmen, denn:
